Glossar


Für die einfache Arbeit mit unserem 13-P-Marketing-Mix haben wir Ihnen hier ein Glossar zusammengestellt. 

(1) Product (dts. "Produkt"): Steht sowohl für Produkte, wie für Dienstleistungen. Zu beachten sind die drei Produkt-, bzw. Dienstleistungsebenen (Kernnutzen, formaler Nutzen, erweiterter Nutzen).

(2) Price (dts. "Preis"): Steht für alle preisrelevanten Bereiche, wie Einkaufs- und Verkaufskonditionen, die Preispositionierung der Konkurrenz, Leasing, Mieten, Lizenzen, Franchise-Gebühren, Skonti und Rabatte sowie Preisstrategien (Dynamic Pricing, Predictive Analytics).

(3) Place (dts. "Ort"): Steht für die Distribution. Betrifft die Auswahl und Kombination der Kanäle (Direktvertrieb, Handelsreisende, Franchising, Makler, Offline-/Online-Store), deren Ausgestaltung (Pop-up-Store, Flagship-Store, Factory Outlet, Online-Shop), als auch die gesamte Logistik (Lagerhaltung und Transport).

(4) Promotion (dts. "Werbung"): Umfasst die gesamte Unternehmenskommunikation nach innen und außen (Werbung, PR/Investors, Human und Social Relations, Events, Sponsoring, Verkaufsförderung). Hierunter fällt die Auswahl und Gestaltung der Mediakanäle (TV, Radio, Plakat, Print, Out-of-Home (OOH), Mobile, Social Media, Webseiten, Landingpages, Blogs und Plattformen) ebenso, wie die Planung und Gestaltung der Corporate und Brand Messages sowie die Interaktion mit den verschiedenen Anspruchsgruppen.

(5) People (dts. "Menschen"): Dieser Bereich fokussiert auf die Menschen, die im und am Unternehmen arbeiten (Mitarbeitende, Lehrlinge, Auszubildende, Praktikanten, Trainees, Führungskader, Vorstände, Geschäftsführer/innen, Aufsichts- und Verwaltungsräte). Verwandte Themen sind Unternehmenskultur und Work-Life-Balance.

(6) Process (dts. "Prozesse"): Bezieht sich auf alle Unternehmensprozesse, sowohl auf Einkaufs-, Bezugs-, Verarbeitungs-, Veredlungs-, Verkaufs-, Vermarktungs- und Vertriebsprozesse, als auch auf Marketing- und Kommunikationsprozesse, Qualitätssicherungs- und Zertifizierungsprozesse sowie Zahlungs- und Mahnprozesse.

(7) Physical Evidence (dts. "Physikalischer Beweis"): Hier geht es um die physische Erscheinung der Marke, des Unternehmens sowie all seiner Leistungen und Produkte. Alle Berührungspunkte der Anspruchsgruppen (Bewerber, Mitarbeitende, Kunden, Investoren, Zulieferer, Kooperationspartner, Journalisten) mit dem Unternehmen sind betroffen (Touchpoints). Physikalische Beweise sind das Erscheinungsbild in Form des Logos, Schriften, Farben, Gerüche, Geräusche, Materialien und Formen, die Arbeitskleidung, die Shop-Ausstattung und -Gestaltung, der Fuhrpark und Lastenräder.

(8) Purpose (dts. "Zweck"): Hierunter fällt die Sinn- und Zweckhaftigkeit des Unternehmens. Was ist seine Existenzberechtigung und warum existiert es? Welche Ziele sollen mit ihm verfolgt und erreicht werden? Es geht um Normen, Regeln, die Corporate Social Responsibility und Corporate Governance. Die Unternehmensbasis wird in Bezug auf ethische, ökologische, kulturelle, soziale, religiöse und politische Werte analysiert und klar positioniert werden.

(9) Performance (dts. "Leistung"): Dieser Bereich vereint alle Leistungskennzahlen des Unternehmens (Absatz, Umsatz, Marktanteil, Gewinn, Handelsmargen, Rendite, Produktivität, Return on Investment). Abhängig vom Unternehmenszweck können auch Kennzahlen, wie die Anzahl der Neueinstellungen, die durchschnittlichen Mitarbeiterjahre im Unternehmen, Krankheits- und Ausfallzeiten, Energie- und Materialverbräuche, bzw. Einsparungen sowie die CO2-Reduktion im Fokus stehen.

(10) Partnership (dts. "Partnerschaft"): Dieser Bereich nimmt alle möglichen Kooperationspartner in den Fokus. Welche Kooperationen können dem Unternehmen nützen und es marktgerechter, nachhaltiger und erfolgreicher werden lassen? Einkaufs-, Produktions-, Marketing-, Logistik- oder Verkaufskooperationen? Möglich sind u.a. Arbeitsgemeinschaften (AG), Franchise-Partnerschaften, Lizenz-Partnerschaften und Genossenschaften.

(11) Propulsion (dts. "Antrieb"): Dieser Bereich konzentriert sich auf Automation, Maschinen und Technologien sowie Digitalisierung und Software. Er betrifft deren Aufbau, Arbeitsweisen, Vernetzungen und gegenseitige Abhängigkeiten. Es finden sich hier Apps, Bots, Drohnen, Künstliche Intelligenz, Robotik, 3-D- und 4-D-Druck, 3-D-Scans und –Visualisierungen sowie Hollogramme. Die Automation, Digitalisierung und neue Technologien treiben die Märkte an, deshalb auch der Begriff Propulsion (Antrieb).

(12) Propellent (dts. "Treibstoff"): Die Kunden sind der wahre Treibstoff jedes Unternehmens. Die Kundenperspektive sollte als Gestaltungsinstanz in jedem Marketing-Mix prominent vorhanden sein. Zu Generieren sind relevante und belastbare Kundendaten (Consumer Insight) durch Befragungen, Beobachtungen, Untersuchungen und Interaktionen. Besonders Letztere sind mit Kunden im Rahmen des Designthinkings und Prototypings von hoher Bedeutung zur Ermittlung des realistischen Bedarfs, der Bedürfnisse und Wünsche. Aber auch das bereichsübergreifende digitale Interagieren mit den Kunden sowie Sammeln und Auswerten der relevanten digitalen Kundendaten erzeugt für das Unternehmen nachhaltige Wettbewerbsvorteile.

(13) Protection (dts. "Schutz"): Dieser Marketingbereich hat sowohl die Aufgabe das Unternehmen zu schützen und zu bewahren, als auch ihm aktiv neue Wettbewerbsvorteile zu schaffen. Er fordert dazu auf, Marktveränderungen aktiv zu sichten sowie Chancen und Möglichkeiten proaktiv wahrzunehmen. SWOT-Analysen dienen dabei der Bewertung. Unter Protection fallen u.a. der proaktive Datenschutz, Geschmacksmusterschutz, Markenschutz, Patentschutz, Verbraucherschutz und die IT-Sicherheit.

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