Kann «Grüne Chemie» Schlacke wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückholen? Wenn ja, wie?
Ein Beitrag von Veronika Bellone und Thomas Matla.

Die Technische Universität Berlin lud uns am 29.04.2026 zur Ausstellungseröffnung «SCHLACKE» ins UNI_VERSUM, Strasse des 17. Juni, in Berlin-Charlottenburg. Die Ausstellung im Exhibition Space der TU Berlin ist eine Kooperation der Stabsstelle Science and Society der TU, greenCHEM und der Hybrid Plattform. Das Künstlerkollektiv TRANSFORMA setzte zum Thema spannende Impulse.

Schlacke entsteht bei der Müllverbrennung
Allein im Berliner MHKW (Müllheizkraftwerk Ruhleben) werden pro Jahr rund 580.000 Tonnen Restmüll verwertet, wodurch ca. 5% des Berliner Haushaltsstroms erzeugt wird. Bei der Verbrennung, bei ca. 800 Grad Celsius, fällt nach ca. einer Stunde Schlacke an. Das Gesamtvolumen des Ausgangsmülls verringert sich, da alle organischen Stoffe verbrennen und die übrig bleibende Schlacke ein Gemisch aus anorganischen Reststoffen ist.

Übrigens fallen in der Schweiz jährlich über 800'000 Tonnen Schlacke an (KVA, 08-2025).
Die Ausstellung zeigt auf, wie grüne Chemie Schlacke, als Ausgangsstoff für neue Produkte, wieder in den Kreislauf zurückführen kann.

Einleitende Worte sprachen bei der Vernissage Dr. Audrey Podann (TU Berlin) und Carolina Wolters Soto (greenCHEM).

Es folgte die Vorstellung verschiedener Start-ups wie mujō, Kalz und CIYANO, die bereits kreislaufbasierte Ansätze realisiert haben. In der künstlerischen Inszenierung von Schlacke wurden verschiedene Perspektiven aus Forschung, Gesellschaft und Kunst inspirierend vereint.
Ausstellung
TRANSFORMA Schlacke
UNI_VERSUM, TUB Exhibition Space
Strasse des 17. Juni 135, 10623 Berlin
29.04.-05.06.2026, Mo.-Fr. 12-15 Uhr
Greenfranchising als Brücke in die Wirtschaft
Als ehemalige Mitglieder der Berliner Hybrid-Plattform und Initianten des Greenfranchising im deutschsprachigen Raum verfolgen wir seit Jahren hybride und nachhaltige Ansätze, die sich regional, überregional respektive länderübergreifend vervielfältigen lassen.
In unserem Fachbuch Greenfranchising (Bellone/Matla, mi-wirtschaftsbuch, 2012) haben wir partnerschaftliche Systeme und Initiativen vorgestellt, die franchiseartig oder nach dem Franchise-Prinzip wachsen, wie z.B. Global Water Partnership oder I:CO.
Grüne Chemie und Greenfranchising
Grüne Chemie könnte durch grünes Franchising durchaus einen grösseren wirtschaftlichen und ökologischen Impact erzielen. Gern unterstützen wir dieses Anliegen durch punktuelle oder projektbegleitende Beratungen, Brainstormings, Coachings und Gastreferate.

