Brauchen Franchisesysteme Marken und welche Bedeutung haben Marken für nachhaltige Franchisesysteme? Ein Blog-Impuls vom Franchise Brand Consultant Thomas Matla

In unserer Beratungspraxis bekommen wir immer wieder die Frage gestellt, ob es denn wirklich eine Marke im Green Franchising (nachhaltigen Franchising) braucht. Falls ja, ob sie denn derart wichtig sei, dass man sich ihr aktiv und finanziell zuwenden muss.
Um es vorweg zu nehmen: Ja, es braucht Marken im nachhaltigen Franchising. Sie sind wichtig, sehr wichtig sogar. Sie sind Match entscheidend!
HIER SIND EINIGE GRÜNDE:
1. Marken sind einzigartig: Sie differenzieren das Franchisesystem von der Konkurrenz. Dadurch schaffen sie eine Alleinstellung.

2. Marken sind merkbar: Sie werden schneller erkannt und besser erinnert, als komplexe Unternehmenssysteme. Dabei lassen sie sich einfacher, schneller und preiswerter kommunizieren. Das schafft Bekanntheit.
3. Marken emotionalisieren: Sie können fühlbare und erlebbare Persönlichkeiten darstellen, die sympathisch wirken, Kompetenz ausstrahlen und Vertrauen schaffen. Marken werden dadurch sowohl für die Franchisegeber:innen, die Franchisenehmer:innen, die Mitarbeitenden sowie für die Kunden und Kundinnen zu emotionalen Ankern.

4. Marken lassen sich schützen: Marken lassen sich rechtlich als «Eigentum» schützen und monopolisieren (für jeweils 10 Jahre mit Verlängerungsmöglichkeiten). Somit wird ihre Nutzung rechtlich der Konkurrenz verwehrt wodurch sich Wettbewerbsvorteile generieren lassen.
5. Marken sind Teil des Franchise-Angebotes: Franchisegeber:innen verkaufen an die Franchisenehmer:innen nicht nur eine Lizenz zur Nutzung des Franchisesystemangebotes für eine bestimmte Region und Zeit, sondern auch die Nutzung ihrer Marke. Beide Franchisebestandteile werden im Franchisevertrag für beide Seiten geregelt, sowohl in Bezug auf die Nutzung, als auch auf die Pflichten.

6. Marken führen zu einer schnellen Marktakzeptanz: Franchisenehmer:innen müssen nicht mit einem eigenen Unternehmensangebot herumexperimentieren, sondern treten mit einem praxiserprobten Geschäftskonzept sowie einer bekannten und vertrauensvollen Marke in den Markt ein.
7. Marken sind Investments: Sie sind bilanzierbar und stellen einen echten monetären Unternehmenswert dar, der sich berechnen lässt. Das ist besonders für Franchisegeber:innen interessant, die einen Exit planen und ihr Franchisesystem verkaufen wollen. Doch bevor eine Marke einen bedeutenden Markenwert erreicht, muss in sie investiert werden. Interessant sind Franchise-Marken zudem, wenn sie als Franchiseaktien gehandelt werden, wie Coca-Cola, Dominos Pizza, McDonald’s, Regis Corp, Wingstop und Yum Brands (Mutterunternehmen von KFC, Pizza Hut und Taco Bell). Hier steht die Marke, als wirtschaftliches Abbild des gesamten Franchisesystems, in harter Konkurrenz zu anderen Unternehmensmarken an der Börse im Aktienhandel.
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